19
Apr
2013

Der Anfang

So. Mit 22 Jahren beginne ich nun also damit, Tagebuch zu schreiben. Ich möchte versuchen, jeden Tag meine Gedanken, Erlebnisse, Ängste, Hoffnungen und Ideen in Worte zu verpacken und somit zu verewigen. Es ist ein wenig schwierig für mich, das was man gerade denkt oder fühlt strukturiert und wohl formuliert festzuhalten, Gedanken sind nun mal schneller als Finger. Gedanken verfliegen zu schnell. Manchmal habe ich einen Gedanken und fürchte noch in derselben Sekunde besagten durch die Zeit und neue Eingebungen zu verlieren. Ich versuche nun einfach zu schreiben, nicht das vorher geschriebene durchzugehen um sich der perfekten Grammatik sicher zu sein. Das kann ich genau so gut bei Beendigung des Textes tun.
Doch womit fängt man an, wenn man 22 ist und Tagebuch führen möchte? Mit meiner Geburt? Oder doch erst mit letztem Samstag? Letzten Samstag ist jedoch nichts Erwähnenswertes geschehen, deswegen also vielleicht doch mit so etwas mehr oder minder bedeutsamen wie meiner Geburt? Doch wenn ich dieses Tagebuch nur für mich schreibe, was geht mich dann meine Geburt an? Deswegen steige ich einfach im Hier und Jetzt ein. In meiner momentanen Situation.
Seit einer Woche hat sich mein Leben im Vergleich zu vorher unerhört verbessert. Ich habe Freunde, die Sonne scheint, mein Studium gefällt mir und vielleicht habe ich bald sogar einen Job der mir zusagt. Was soll man sagen, ich sollte ziemlich glücklich sein. Ich bin es eigentlich auch, glücklicher als zuvor zumindest. Aber das war auch nicht sonderlich schwer. Ich bin im Oktober nach Frankfurt gezogen, gefangen in meiner negativen Art auf Menschen zuzugehen, in meiner negativen Art zu denken, in meiner negativen Art erst einmal Furcht vor allem zu empfinden. Dabei war ich keineswegs die kleine verschüchterte kleine Maus die man sich dahingehend vielleicht vorstellen mag. Nein, ich habe das ganze eher in einer ablehnenden Haltung allem und jedem gegenüber, Arroganz und Aggressivität getarnt. Ganz toller Plan. Leider musste ich mir aber eingestehen, dass, gegen jeden innersten Wunsch meinerseits, ich wie jeder andere Mensch, oder die meisten Menschen zumindest, ein gesteigertes Bedürfnis nach Zuneigung und sozialen Kontakten habe. Vorher habe ich dieses Bedürfnis mangels guter Freunde mit wechselnden männlichen Kontakten kompensiert. Dadurch konnte ich mir auch passenderweise leicht einreden, die weibliche Fraktion wäre einfach nur das Problem. Ich komme halt einfach besser mit Männern zurecht. Frauen sind zickig, egoistisch und dumm. Nur blöd dass ich selber eine bin. Zugegebenermaßen hatte ich jedoch in meiner Heimat nicht die besten Exemplare weiblicher Coolness vor der Nase. Die annehmbarsten Mädchen zählten zu meinem Freundeskreis (den ich eigentlich nur nutzte wenn ich wirklich gar nichts anderes zu tun hatte oder gesellschaftlichen Erwartungen wie Party machen, Alkohol trinken und kiffen nachkommen wollte) und diese waren immer noch Mädchen die mich fragen ließen ob ich normal sei, mit meinen Einstellungen und meiner Abneigung Desharmonie und Stress gegenüber.
Doch seit ich in Frankfurt wohne, hat sich sehr viel verändert. Ich habe gemerkt, dass es unendlich viele gute und in ihrer Art glaubwürdige Menschen gibt. So abwegig es klingt, aber ich war wirklich überrascht von dieser Erkenntnis.
Doch wage ich zu behaupten, dass ich mich mit dieser Erleuchtung sehr glücklich schätzen kann. Meiner Meinung nach gibt es zuhauf Leute, die sich verbiegen und verstellen, weil sie einfach keine Menschen um sich herum haben, die ihre Meinung teilen. Und das ganze entwickelt sich somit zu einem Teufelskreis. Menschen passen sich an Menschen an, die eigentlich keine nachhaltige Einstellung haben oder einfach nur eine, die man selber nicht unterstützt. Andere passen sich nun aber wiederum an die Angepassten an und so wird es immer weiter gehen, bis zum Untergang der Menschheit. Nein, das war jetzt ein wenig übertrieben, denn es gibt ja Gott sei Dank genug Leute, die sich selber treu bleiben, egal was andere davon halten. Nur bitte liebe Leute, zieht das durch!

11
Feb
2013

thaddeus und der februar

Krieg-dem-Februar

Ein wunderschönes Buch mit wunderschönen Bildern. Ein Kinderbuch für Erwachsene. Kinder.

Warum ich dich liebe

Ich liebe dich. Ich weiß. Du mich auch. Aber anders. Anders und doch gleich. Gleich und doch anders. Deswegen sag ich dir jetzt. Warum ich dich liebe.
Ich liebe dich. Du weißt. Ich liebe dich, weil du es weißt. Du weißt es, und ergötzt dich nicht. Du weißt es, und ermisst dich nicht. Du weißt es und, genießt?

...

Schlaflos. Ich im Bett. Schlaflos im Bett. Den Kopf voller Gedanken, er summt mir hinweg. Plumpe Reime, wie gefährliche Keime - kranke Gedanken, und doch wieder Schranken.
Doch plötzlich ein Ausgang! Wenn auch nur kurz!
-Ein Geistesblitz-
Ach doch nur ein Furz...
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Adalbert Andis

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